21.12. – Wintersonnwende.
Der Moment, in dem die Dunkelheit ihren Höhepunkt erreicht
und das Licht leise zurückkehrt.
Ein Übergang. Eine Schwelle.
Was wir jetzt bewusst wahrnehmen und ausrichten,
prägt die kommende Zeit.
Eine alte Parabel erzählt vom Kampf zweier Wölfe im Herzen.
Der eine nährt Angst, Misstrauen und Verzweiflung.
Der andere Hoffnung, Liebe und Lebensfreude.
Als der Enkel fragt, welcher Wolf gewinnt,
antwortet der Großvater:
Der, den du fütterst.
Diese Geschichte lädt zur Achtsamkeit ein.
Unsere Aufmerksamkeit entscheidet,
was in uns wächst.
So schauen wir ehrlich und mit Respekt
auf das Erlebte des vergangenen Jahres –
auch auf unser Unvermögen –
und machen uns innerlich auf den Weg
zur Krippe von Bethlehem.
Dort dürfen wir uns beschenken lassen
von Gnade, Licht und Neubeginn.
Möge uns allen stille wie frohe,
leuchtende wie gemeinschaftliche Stunden
inneren Friedens geschenkt sein –
in geistiger Solidarität mit all jenen,
die durch die großen Schattenwölfe unserer Zeit
bedrängt, verletzt oder niedergetreten werden. ✨